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LRS- Legasthenietherapie
Sprachförderung
Pädagogische Beratung

über mich

Lesen- und Schreibenlernen oder den Schriftspracherwerb, wie Fachleute sagen, darf man sich nicht vorstellen wie das allmähliche Ansteigen auf einer sanft nach oben geschwungenen Bergstraße. Es gleicht vielmehr dem mühsamen Ersteigen einer Treppe. Während man auf einer allmählich nach oben führenden Bergstraße mit vielen kleinen Schrittchen immer ein winziges Stück vorankommen kann, gilt beim Treppensteigen immer wieder die Hürde von einer Stufe zur nächsten zu überwinden. Man kann erst dann die nächsthöhere Stufe erklimmen, wenn man auf der vorhergehenden Stufe sicher steht.“

Dr. Petra Küspert, 2018

Ab etwa drei Jahren setzen sich Kinder mit dem Klang der Sprache auseinander. Sie erkennen Reime, sprechen sie mit und schon bald können sie beim Singen die Silben der Wörter mitklatschen. Dies sind wichtige Vorraussetzungen für das Lesen- und Schreibenlernen. Fachleute nennen diese Fähigkeit „phonologische Bewusstheit“.

Die phonologische Bewusstheit kann man bereits im Vorschulalter testen. Sollte sich dabei herausstellen, dass bei Ihrem Kind ein Förderbedarf besteht, kann mit einer gezielten Sprachförderung noch vor der Einschulung eine gute Grundlage für den Schriftspracherwerb gelegt werden.

Eine gezielte pädagogisch-therapeutische Begleitung ist für alle Kinder anzuraten, die Probleme beim Lesen- und Schreibenlernen haben. Durch eine Lese-Rechtschreib-Schwäche erfährt das Kind Frustrationen und Verunsicherungen, die sich negativ auf sein Selbstbild und sein Selbstwertgefühl auswirken und alle Lebensbereiche beeinflussen.

Eine Legasthenie (Lese-Rechtschreibstörung) ist eine spezifische (isolierte) Schwäche normal intelligenter Kinder beim Erlernen des Lesens und/oder Schreibens, ohne dass für dieses Versagen eine äußere Ursache erkennbar wäre.

Es gibt nicht eine einzige Ursache; vielmehr findet sich eine Vielzahl möglicher Ursachenfaktoren im neurobiologischen und neuropsychologischen Bereich. Auch die Genetik, also Vererbung, spielt eine Rolle. Die Förderung des Kindes durch die Eltern hat dagegen nur einen geringen Einfluss. Eltern haben nicht Schuld an der Legasthenie ihres Kindes.

Einen Legasthenie-Verdacht sollten Sie nicht erst dann schöpfen, wenn’s im dritten oder vierten Schuljahr Fünfen und Sechsen hagelt. Verlassen Sie sich nicht auf den Knoten, der irgendwann platzt. Holen Sie sich Gewissheit bei einer Fachstelle oder einem Psychologen.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


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Stand: 06.02.2022